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Deutsche Bahn gesteht NS-Opfern 25 (!) Euro Entschädigung zu

Die Eisenbahn hat in Deutschland eine lange Geschichte, die von vielen Facetten geprägt ist. Darunter auch die Deportation von mehreren Millionen ZwangsarbeiterInnen, JüdInnen, Sinti und Roma und Homosexuellen in die Konzentrationslager des dritten Reiches. Entschädigt wurden die Deportierten bisher nicht. Jetzt hat die Deutsche Bahn AG den Opfern ein sogenanntes „letztes Angebot“ unterbreitet. Mehr dazu in einem Interview mit einem Vertreter der Initiative „Zug der Erinnerung“.

Mehr als 3 Millionen Menschen wurden während des dritten Reiches in Konzentrationslager depotiert, die meisten starben dort. Organisiert und ausgeführt wurden die Transporte gen Osten von der Deutschen Reichsbahn - dem Vorgänger der Deutschen Bahn. Entschädigt wurden die Millionen Opfer bisher nicht. Etwa 200 000 Überlebende gibt es noch, viele von ihen im hohen Alter. Und viele von ihnen leiden nach wie vor unter den Folgen der Deportation in den Viehwagons der Reichsbahn. Seit Jahren kämpft die Bürgerinitiave Zug der Erinnerung darum eine Entschädigung durchzusetzen, und vor allem darum, ein würdiges Gedenken für Millionen Opfer der Deportationen zu ermöglichen. Marius Meier sprach mit Herrn Minow von der Initative über ein sogenanntes letztes Angebot der Deutschen Bahn an die Opfer der Reichsbahn. Zuerst lies er sich erläutern, was die Deutsche Bahn bereit ist, den Opfern an Entschädigung zu zahlen.

 
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Die Deutsche Bahn AG plant die Opfer der Deportationen während des dritten Reiches zu entschädigen. Doch das Angebot, was die Deutsche Bahn nach massivem öffentlichen Druck vorgelegt hat, beträgt 25 Euro pro Kopf. Warum die Deutsche Bahn nicht bereit ist eine angemessene Entschädigung zu bezahlen, und ob das Unternehmen sich gezielt seiner historischen Verantwortung entziehen möchte, das versuchte Marius Meier im zweiten Teil unseres Interviews mit Herrn Minow von der Initiative "Zug der Erinnerung" zu klären.

 
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Ob die Deutsche Bahn AG nun einlenkt, und eine angemessene Entschädigung an die Opfer der Deportationen zahlt, hängt wahrscheinlich wesentlich davon ab, ob öffentlicher Druck entsteht. Der könnte beispielsweise entstehen wenn im Dezember in Nürnberg 175 Jahre deutsche Eisenbahngeschichte gefeiert werden - Feierlichkeiten die der Verein "Zug der Erinnerung" für mehr als unangebracht hält, in Anbetracht der nicht vorhandenen Entschädigung der Opfer der Reichsbahndeportationen.

 

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