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Keine Entschuldigung für deutsche Kolonialverbrechen
Geschrieben von: newsposter Dienstag, 20. Dezember 2011 05:58
Die Bundesregierung verweigert weiterhin eine offizielle Entschuldigung für die Vertreibung und Vernichtung der Herero und Nama zwischen 1904 und 1908.
Niema Movassat, Bundestagsabgeordneter der Linken, kritisiert das Verhalten der deutschen Regierung gegenüber Namibia zum Thema Kolonialverbrechen als respektlos.
Ende September hatte die Berliner Charité Totenschädel von Opfern des Völkermords an den Herero und Nama an die Nachfahren der Opfer übergeben.
Jetzt musste sich die Bundesregierung aufgrund einer Kleinen Anfrage noch einmal zu den Verbrechen in der ehemaligen deutschen Kolonie Deutsch-Südwestafrika und zur Entschuldigungsfrage äußern.
In ihrer Antwort bekennt sich die Bundesregierung zu ihrer „besonderen historischen und moralischen Verantwortung gegenüber Namibia“.
Allerdings wird der von den Deutschen an den Herero und Nama planmäßig begangene Völkermord nicht benannt und keine Bitte um Entschuldigung ausgesprochen.
Movassat weist darauf hin, dass Deutschland gegenüber Namibia den „edlen Entwicklungsgeld-Spender“ spiele und „seit 20 Jahren versuche, einseitig Versöhnung zu diktieren“.
Die Rückgabe der Gebeine im September war erst auf massiven und kontinuierlichen Druck seitens der namibischen Regierung und NGOs erfolgt und hatte aufgrund der fehlenden Entschuldigung für den Völkermord für einen Eklat gesorgt.


