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Weitere Nachrichten

alle tage wieder...

Nachdem die rechtsextreme NPD vor knapp einer Woche erst eine Kundgebung auf dem Gräfenberger Marktplatz abgehalten hatte, werden sie heute schon wieder dort aufmarschieren.

rechte bei der landtagswahl...

Die rechtsextreme NPD wird zur Landtagswahl am 28.September seit 1972 erstmalig wieder flächendeckend in ganz Bayern antreten.

ein tag ohne abschiebungen...

Antirassistische Initiativen aus dem gesamten Bundesgebiet haben den 3o.

datenhandel...

Mindestens acht Unternehmen sollen rechtswidrig mit Millionen von Personendaten aus kommunalen Melderegistern gehandelt haben, wie die taz berichtet.

studieproteste...

Das Nordrhein-Westfälische Aktionsbündnis gegen Studiengebühren ABS wird auch im kommenden Wintersemester die Proteste fortsetzen.

Wir informieren

Funk & Schall

heute, Montag, 18.08.: Brittel wieder on air von 18 bis 19 Uhr!

Lizenzverlängerung

Medienrat der BLM verlängert Sendelizenz für Radio Z für weitere vier Jahre


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Hauptsache Sprit

2008. Mai 14.
Ungeachtet heftiger Proteste soll heute in der brasilianischen Hauptstadt Brasilia ein deutsch-brasilianisches Abkommen über den Handel mit Bio-Kraftstoffen unterzeichnet werden.
Mit dem neuen Abkommen will Berlin den Anbau von Biokraftstoffen in Brasilien gezielt fördern, um einen hierzulande steigenden Konsum befriedigen zu können. Die deutsche Regierung setzt sich mit diesem Schritt über die Forderungen von NGOs, Kirchen und den Vereinten Nationen hinweg. Diese fordern aufgrund der globalen Nahrungsmittelkrise, die Produktion und den Verbrauch der Agrarkraftstoffe zu senken, da die verstärkte Produktion dieser Kraftstoffe unter anderem für die stark gestiegenen Lebensmittelpreise verantwortlich gemacht wird. Auch beobachten Umweltschutzverbände eine zunehmende Rodung des brasilianischen Regenwaldes, der immer mehr Plantagen für die Biospritgewinnung Platz machen muss. Zwar betonte der deutsche Umweltschutzminister Gabriel, im Abkommen werde die ökologische Nachhaltigkeit der brasilianischen Biospritproduktion vorgeschrieben. Wie aber Martin Bröckelmann-Simon von misereor kritisierte, sei die brasilianische Regierung „weit davon entfernt“, ökologische und soziale Standards bei der Herstellung von Agrarkraftstoffen sicherzustellen. Der Generalsekretär der Menschenrechtsorganisation FIAN verwies zudem auf verbreitete Sklavenarbeit auf den Zuckerrohrplantagen und die letzten Hungerrevolten in verschiedenen Ländern Lateinamerikas und Afrikas. KritikerInnen werfen Gabriel vor, den Bekenntnissen der brasilianischen Seite zum nachhaltigen Biomasseanbau nur allzu leicht geglaubt zu haben.
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