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Samstag, 6.9.2008

Mit niedriger Bildung riskiert man in der BRD ein im internationalen Vergleich besonders hohes Risiko, Erwerbslos zu werden.

Was darf die Satire..?

Ein schon vor fünf Jahren veröffentlichtes satirisches Plakat gegen Auslandseinsätze der Bundeswehr sorgt seit gestern für neuen Streit in Berlin.

ASSE im Ärmel...

Gestern haben sich der Bund und das Land Niedersachsen auf einen Betreiberwechsel für das von Skandalen gebeutelte Atommülllager Asse II verständigt.

Kriminelle Kandidaten...

Das Potsdamer Moses Mendelssohn Zentrum hat vor einem zunehmend militanten und radikalen Potenzial innerhalb der NPD in Brandenburg gewarnt.

Politik und Kunst...

Die Beteiligung der NPD an einem Kunstprojekt im Museum Fridericjanum in Kassel hat für einen Eklat gesorgt.

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Samstag, 6.9.2008

Sep, 08
06
Riskant

Mit niedriger Bildung riskiert man in der BRD ein im internationalen Vergleich besonders hohes Risiko, Erwerbslos zu werden.

Das berichtet die TAZ.

Den Zahlen des Statistischen Bundesamts zufolge, die gestern veröffentlicht wurden, sind fast 18 Prozent derer, die höchstens einen Realschulabschluss und keine Berufsausbildung haben arbeitslos.

Im EU-Durchschnitt liegt diese Quote bei nur 9,2 Prozent.

Beliebt

In Pakistan wurde der Witwer der ermordeten Oppositionspolitikerin Benazir Bhutto (Asif Ali Zardari) zum Präsidenten gewählt, wie die FAZ berichtet.

Nach dem Rücktritt des bisherigen Präsidenten Pervez Musharraf war Zardari als Favorit zur Wahl angetreten und gewann die Wahl mit deutlichem Vorsprung.

Vor dem Tod seiner Frau war Zardari politisch nie in Aktion getreten.

Nach dem Anschlag im Dezember übernahm er die Führung der Pakistanischen Volkspartei.

Wegen Korruptionsaffären ist Zardari jedoch selbst eine umstrittene Person in Pakistan.

Momopolistisch

Nach der Übernahme der Dresdner Bank will die Commerzbank nun den Sparkassen und Genossenschaftsbanken im Mittelstandssektor Kunden weglocken.

Momentan kommen Commerzbank und Dresdner Bank in diesem Sektor auf einen Marktanteil von circa 6 Prozent, wie das Handelsblatt berichtet.

Ziel sei es, den Marktanteil binnen 4 Jahren auf 9 Prozent zu erhöhen.

Parallel sollen nach der Fusion etwa 700 ArbeitnehmerInnen auf die Straße gesetzt werden.

Die Übernahme hatte 9,8 Milliarden Euro gekostet.

Spektakulär

Pünktlich zur Wahl erscheint ein neues Wahlkampfpamphlet von Michael More.

Das besonderedaran ist, dass der Dokumentationsfilm kostenlos ins Netz gestellt wird, wie auf golem.de berichtet wird.

Er heisst „slacker Uprising“ und soll ab dem 23. September downloadbar sein.

Ein Start in den Kinos ist hingegen gar nicht erst vorgesehen.

Da eventuell internationale Vertriebsrechtslage noch unklar ist, muss man per Mausklick bestätigen, Bürgerin oder Bürger der USA oder Kanadas zu sein.

Unsicher

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sieht den Google Browser Chrom kritisch.

Das Google aufgrund seiner Marktmacht eine Testversion einer breiten, Öffentlichkeit zugänglich macht, sei bedenklich.

Chrome sei unausgereift und wegen der Daten-Sammelwut von Google mit Vorsicht zu genießen.

Da der Google-Konzern mit dem Browser nun alle relevanten Bereiche im Internet vom Mail-Client über Suchwerkzeuge bis hin zu webbasierten Editoren bedient, häufe Google einen recht lückenfreien Datenberg an.

 

Was darf die Satire..?

Sep, 08
05
Ein schon vor fünf Jahren veröffentlichtes satirisches Plakat gegen Auslandseinsätze der Bundeswehr sorgt seit gestern für neuen Streit in Berlin. Politiker von Union und FDP aber auch Vertreter von Friedensorganisationen distanzierten sich von der in ihren Augen unangemessenen Darstellung. Das auf der Internetseite des Berliner Landesverbandes der Deutschen Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen DFG-VK gezeigte Plakat zeigt unter der Überschrift „Schritt zur Abrüstung“ den Sarg eines toten Soldaten. Darunter stehen die Sätze „Wieder einer weniger, wir begrüßen diese konkrete Maßnahme, den Umfang der Bundeswehr nach und nach zu reduzieren“. Dem DFG-VK zufolge solle das Plakat provozieren um eine Diskussion über die Bundeswehreinsätze voranzutreiben. Entgegen anderslautenden Forderungen bleibe bleibe das Plakat deshalb auf den Internetseiten des Verbandes. Mehr unter bamm.de
 

ASSE im Ärmel...

Sep, 08
05
Gestern haben sich der Bund und das Land Niedersachsen auf einen Betreiberwechsel für das von Skandalen gebeutelte Atommülllager Asse II verständigt. Das Bergwerk soll zukünftig zudem wie ein atomares Endlager nach dem Atomrecht behandelt werden. Anstelle des Helmholtz Zentrums München wird so in Zukunft das Bundesamt für Strahlenschutz Bfs die Leitung des Bergwerkes übernehmen. Das BfS selbst ist dabei Bundesumweltminister Sigmar Gabriel unterstellt, das Helmholtz Zentrum wird von Forschungsministerin Annette Schavan geleitet. Gleichzeitig soll durch den Wechsel auch die finanzielle Verantwortung für die Asse von Schavans Einrichtung auf das Bundesumweltministerium übergehen, ebenso wie die rund 2oo Mitarbeiter des Bergwerkes bei diesem Wechsel mit übernommen werden sollen. Der atomkritische Verein „Aufpassen“ forderte dennoch eine gründliche und glaubhafte Inventur des dort eingelagerten Atommülls, unabhängig von dem geplanten Betreiberwechsel. Der Verein kündigte für den 12. September eine Demonstration an dem Bergwerk Asse an.
 

Kriminelle Kandidaten...

Sep, 08
05
Das Potsdamer Moses Mendelssohn Zentrum hat vor einem zunehmend militanten und radikalen Potenzial innerhalb der NPD in Brandenburg gewarnt. Laut dem Politikwissenschaftler Christoph Kopke habe die rechtsextreme Partei für die Kommunalwahlen am 28. September verurteilte Gewalttäter und ehemalige Spitzenkader verbotener Organisationen aufgestellt. Kopke verwies auf die Kandidatur von Alexander Bode in der Lausitz, der 1999 als Haupttäter bei der so genannten Hetzjagd von Guben galt. Dabei wurde der algerische Asylbewerber Omar Ben Noui in den Tod getrieben, Bode bekam dafür zwei Jahre Jugendstrafe. Zudem soll in Cottbus Frank Hübner aufgestellt worden sein, der bei der bereits 1992 verbotenen Deuschen Alternative bereits ehemaliger Bundesvorsitzender war und schon zu DDR-Zeiten Mitglied einer neonazistischen Wehrsportgruppe war. Kopke zufolge setze die NPD mit diesen Namen auf deren Popularität innerhalb der rechtsextremen Szene und wertet die Aufstellung der beiden auch als klares Signal.
 

Politik und Kunst...

Sep, 08
05
Die Beteiligung der NPD an einem Kunstprojekt im Museum Fridericjanum in Kassel hat für einen Eklat gesorgt. Der schweizer Künstler Christoph Büchel hatte die rechtsextreme Partei zu einer so genannten Parteienmesse eingeladen, woraufhin alle anderen im Bundestag vertretenen Parteien, die ebenfalls eingeladen sind, ihre Teilnahme absagten. Nach Ansicht des künstlerischen Leiters der Kunsthalle, Rein Wolfs, soll die Parteienmesse aber ein politisches Abbild von Deutschland zeichnen. So seien alle zugelassenen Parteien eingeladen worden, sich auf dem Gelände mit einem Stand zu präsentieren. Es gehöre schließlich zur Realität in Deutschland, dass auch als undemokratisch angesehene Parteien aus der Parteienfinanzierung Geld bekommen, so Wolfs.
 

Datenschutz per Gesetz...

Sep, 08
05
Gestern haben sich Bund, Länder und Datenschützer bei einem Datengipfel unter der Leitung von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble auf Maßnahmen gegen den illegalen Handel mit Adressen verständigt. So soll künftig die Weitergabe von Kundendaten nur noch mit der ausdrücklichen Zustimmung der Betroffenen möglich sein. Ebenfalls solle geprüft werden, wie Kopplungsverbot, Kennzeichnungspflicht und eine Gewinnabschöpfung aus dem illegalem Datenhandel erreicht werden könne. Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz, Peter Schaar, erklärte sich mit dem Ergebnis des Gesprächs zufrieden. Seine Forderungen seien laut Schaar in wesentlichen Punkten umgesetzt worden. Die Wirtschaft sperrt sich aber schon jetzt gegen staatliche Eingriffe beim Handel mit Kundendaten. So dürften kriminelle Machenschaften Einzelner nicht als Begründung dienen, die Balance zwischen dem Schutz der Verbraucher und den berechtigten Interessen der Wirtschaft zu zerstören, wie Martin Wansleben, der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages sagte.
 
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