Z empfiehlt Bücher
AutorInnen im Radiocafé der Linken Literaturmesse im Gespräch mit dem Stoffwechsel:
- Buchbesprechung: Wikipedia Inside
- Abel Paz: "Feigenkakteen und Skorpione"
- Raul Zelik: "Der bewaffnete Freund"
- Selbstbestimmung: Deproduktion - Schwangerschaftsabbruch im internationalen Kontext
- Geschichte: Das andere Nürnberg
- Klimawandel: Heiße Zeiten
- Linke Literatur: Gerald Abl "Kritische Psychologie" (theorie.org)
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heute, Montag, 18.08.: Brittel wieder on air von 18 bis 19 Uhr!
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Medienrat der BLM verlängert Sendelizenz für Radio Z für weitere vier Jahre
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Cultura
Friedlich
Überfall
Gelöbnix
Circa 500 Personen nahmen gestern Abend in Berlin an Protesten gegen das Gelöbnis von Bundeswehrsoldaten vor dem Reichstag teil.
Bis zum Letzten...
Nach Information des Simon Wiesenthal Zentrums soll einer der meistgesuchten Nazi Kriegsverbrecher, der ehemalige KZ Arzt Aribert Heim in Südamerika gesehen worden sein. So gebe es mehrere Hinweise, dass er noch am Leben sei, wie der Leiter des Zentrums, Efraim Zuroff sagte.
Auf der Liste der möglicherweise noch lebenden, weltweit gesuchten Kriegsverbrecher steht der 94 jährige Heim an erster Stelle. Er soll im Konzentrationslager Mauthausen während des Zweiten Weltkrieges hunderte Insassen durch Spritzen ins Herz oder durch unmenschliche Operationen ohne Betäubung getötet haben. Unter Gefangenen war Heim als so genannter Dr. Tot bekannt.
Gegen ihn besteht bereits seit 1962 ein internationaler Haftbefehl.
Sensible Daten...
Die elektronische Gesundheitskarte schaffe keine Transparenz für Versicherte, sondern transparente Versicherte, wie Joachim Trauboth, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Versicherte und Patienten sagt.
Durch die Karte erhalten über 2 Millionen Menschen mit Heilberufsausweisen über ein gemeinsames Computernetzwerk Zugriff auf sensible Krankendaten von Patienten.
In Testläufen habe sich zudem gezeigt, dass sich Patienten die sechs stellige PIN der Karte nicht merken konnten. Offizielle Datenschützer schlugen deshalb vor, dass Ärzte die PINs ihrer Patienten verwalten könnten, was aber einem Offenbarungseid des Datenschutzes gleichkäme, so Trauboth.
Trauboth ist Teil des Bündnisses „Stoppt die E- Card“, das vor wenigen Wochen eine Unteschriftenaktion gestartet haben. Innerhalb kurzer Zeit kamen so über eine Viertel Mio. Unterschriften zustande, die sich gegen diese Karte aussprechen. Mehr unter stoppt-die-e-card.de
Kinderarmut in Deutschland...
Die Bündnisplattform „Kinderarmut durch Hartz IV“ hat Finanzminister Peer Steinbrück vorgeworfen, dass die im Haushaltsentwurf 2oo9 eingestellten Mittel für Familien mit Kindern zur Hälfte durch Einsparungen bei Hartz IV-Kindern gegen finanziert würden.
So sei Kindern und Jugendlichen ab sieben Jahren mit Einführung von Hartz IV im Jahre 2oo5 der Wachstumsbedarf aberkannt worden. Die Bundesregierung weigere sich dabei bis heute, diese Kürzung wieder zurück zu nehmen, so eine Sprecherin des Bündnisses. Insgesamt würde die Große Koalition minderjährigen Kindern im Hartz IV-Bezug so eine halbe Milliarde Euro jährlich entziehen und für die Erhöhung des Kindergelds verwenden.
Die für 2oo9 geplante Kindergelderhöhung von 10 Euro im Monat käme Kindern aus Hartz IV-Haushalten nicht zugute, da es auf den Regelsatz angerechnet wird. Mehr Informationen zu dem Bündnis unter kinderarmut-durch-hartz4.de
Gendreck weg...
Im bayerischen Fürstenfeldbruck ist eine Fläche von 15oo Quadratmetern genetisch verändertem Mais von Unbekannten zerstört worden, wie Merkur Online berichtet.
Der finanzielle Schaden soll dabei relativ gering sein, für die Forschung sind die Auswirkungen aber als höher einzustufen. Dem Betriebsleiter des staatlichen Versuchsgutes, Eberhard Heiles zufolge, sind die Ergebnisse nicht mehr brauchbar, weil sie durch die Zerstörung verfälscht seien. Auf dem Gelände wurde mit unterschiedlichen Kompost Arten geforscht. Die Kripo Fürstenfeldbruck hat die Ermittlungen aufgenommen und vermutet die Täter im Lager der Genversuch Gegner. Vom Regen verwaschene Fußabdrücke der Aktivisten sollen zwar vorhanden sein, sicher ist aber lediglich, dass die Pflanzen zwischen vergangenem Freitag und gestern niedergetrampelt worden sind, so ein Polizeisprecher.
Chemischer Unfall...
In Bamberg sind heute bei einem Chemieunfall in einer Werkshalle des Automobilzulieferers Robert BOSCH über einhundert Menschen verletzt worden. Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot vor Ort und versorgten die Verletzten.
Die verletzten Mitarbeiter klagten über Atembeschwerden, Kopfschmerzen und Übelkeit und wurden deshalb auf umliegende Krankenhäuser verteilt. Zum Zeitpunkt des Unfalls sollen laut Bosch 16o Menschen anwesend gewesen sein. Was genau zu den chemischen Reaktionen geführt hatte war zunächst unbekannt. Polizeilichen Ermittlungen zufolge soll aber die Rostschutzbehandlung von Metallteilen zu einer chemischen Reaktion geführt haben, bei der giftige Dämpfe ausgetreten seien. Eine Gefährdung der Natur oder der Bevölkerung soll aber zu keinem Zeitpunkt vorgelegen haben.
Vorreiter CSU
Mit den Stimmen der CSU hat der Landtag in Bayern das umstrittene neue Versammlungsrecht beschlossen. Gegen das Gesetz sprachen sich die Fraktionen von Grünen und der SPD aus.
Geheimdienst an die Schule
Die niedersächsische CDU will mit harten Bandagen gegen die politische Konkurrenz von links vorgehen.
Die verlorene Jugend
Das russische Parlament will mit umfangreichen Gesetzen dem angeblichen Sittenverfall der jungen Generation beikommen. Das berichtet die taz.
Gesetz gekippt
Der argentinische Senat hat am Dienstag gegen die geplante Erhöhung der Exportsteuern auf Agrarprodukte gestimmt.
Armee unterm Roten Kreuz
Bei der Befreiung der Politikerin Ingrid Betancourt und 15 weiterer Gefangener aus den Händen der linksgerichteten Guerilla FARC hat die kolumbianische Armee zur Tarnung das Zeichen des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) benutzt.
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Streit im Landtag über Versammlungsgesetz
SPD-Franktionschef
Franz Maget beantragte am Mittwoch zu Beginn der Plenumssitzung, die
Abstimmung über das Versammlungsgesetz in die nächste
Legislaturperiode zu verschieben. Es gebe über 200 fundierte
Petitionen, unter anderem von den Gewerkschaften, dem Bayerischen
Journalistenverband, der Anwaltskammer und dem Bund Naturschutz.
Diese müssten beraten und diskutiert werden. Nach der Ablehnung
des Antrags durch die CSU-Fraktion drohte er mit einer
Verfassungsklage. An einem Beschluss des Gesetzes heute abend besteht
jedoch angesichts der CSU-Mehrheit im Landtag kein Zweifel.
Laut
CSU bietet bessere rechtliche Grundlagen, um gegen rechts- und
linksextremistische Versammlungen vorgehen zu können. Gegner des
Versammlungsgesetzes befürchten jedoch erhebliche
Einschränkungen der Demonstrationsfreiheit und des Grundrechts
auf freie Meinungsäußerung. Der Deutsche Gewerkschaftsbund
sieht sogar Streikkundgebungen und Arbeiterdemonstrationen in
Gefahr.
Der Gesetzentwurf sieht
Beschränkungsmöglichkeiten bis hin zu einem Verbot vor,
wenn eine rechtsextremistische Versammlung an einem Tag oder Ort
stattfinden soll, der an die nationalsozialistische Gewalt- und
Willkürherrschaft erinnert. Ergänzt wird dies durch ein
„allgemeines Militanzverbot“. Damit soll militantes, aggressives,
einschüchterndes und bedrohliches Auftreten bei Versammlungen
unterbunden werden.
Bewährungsstrafe für rechen Gewalttäter von Mügeln
Das Landgericht Leipzig hat einen 23-Jährigen aus dem sächsischen Mügeln zu einer achtmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt. Knapp ein Jahr nach den ausländerfeindlichen Ausschreitungen hob die Strafkammer damit am Mittwoch die Entscheidung der Vorinstanz auf, die den Gewalttäter zu einer Haftstrafe ohne Bewährung verurteilt hatte. Frank D. musste sich wegen Volksverhetzung und Sachbeschädigung verantworten. Der Rassist hatte mit mehr als 20 Mittätern eine Gruppe Inder über den Mügelner Marktplatz gehetzt und die Scheibe einer Pizzeria eingeschlagen, in die die Menschen flüchteten. Vorausgegangen waren Auseinandersetzungen zwischen den Indern und deutschen Besuchern eines Stadtfestes in der sächsischen Kommune.
Bayerische Biene ziehen in die Stadt
Am Dienstag haben sechs Imker ihre Bienenvölker in die Landeshauptstadt München verlegt. Sie protestieren damit gegen den Anbau von gentechnisch verändertem Mais im bayerischen Landkreis Donau-Ries. Wenn ihre Bienen Pollen von dem Genmais sammeln und diese in den Honig geraten, darf der Honig nicht verkauft werden. Der gentechnisch veränderte Mais der Firma Monsanto ist zwar als Futter-, nicht aber als Lebensmittel zugelassen. Aus diesem Dilemma heraus klagte einer der Imker gegen den Anbau vom Monstanto Genmais. Das Verwaltungsgericht Augsburg aber entschied im Mai, dass nicht der Anbau untersagt werden müsse, sondern sich der Imker samt seiner Völker einen anderen Ort suchen solle. Die Stadt eigne sich bestens für die Bienenzucht. Laut Imkermeister Thomas Radetzki gibt es in Großstädten so viele blühende Pflanzen, dass die Wege für die Tiere kurz und die Möglichkeiten zum Sammeln groß seien. Lieber wäre ihm trotzdem gewesen, den Umzug freiwillig und nicht der Gentechnik wegen zu machen.
Eine Million Terroristen in den USA
Die sogenannte "Terrorist Watch List" der Vereinigten Staaten umfasst seit gestern erstmals mehr als eine Million Einträge, wie die Bürgerrechtsorganisation ACLU meldet. Die Zahl stammt allerdings nicht aus offiziellen Angaben, sondern aus einer Zählung der ACLU. Diese hatte im Februar einen eigenen "Watch List Counter" vorgestellt. Die Zahlen beruhen auf einer Aussage des Generalinspekteurs des Justizministeriums, nach der die Liste monatlich um 70.000 Einträge anwachse. Der Brügerrechtler Barry Steinhardt dazu: "Amerikas neue Eine-Million-Einträge-Liste ist ein perfektes Symbol dafür, was an der Vorstellung dieser Regierung von Sicherheit falsch ist: Sie ist unfair, außer Kontrolle, eine Verschwendung von Ressourcen, behandelt die Rechte Unschuldiger als zweitrangig und ist eine sehr reale Behinderung in den Leben von Millionen Reisenden in diesem Land" Die liberale niederländische Abgeordnete im EU-Parlament Sophie in 't Veld will sich nicht weiter mit zusätzlichen Durchsuchungen und Verhören am Flughafen abfinden. Sie klagt vor einem US-Gericht auf Offenlegung der Liste, da sie von keiner amerikanischen Behörde Auskunft erhielt, wie sie ihren Eintrag löschen lassen könnte
Fette Finnen
Die finnische Gesundheitsministerin Paula Risikko möchte ab Herbst Kabinettssitzungen mit sogenannten Power-Walks verbinden. Sie halte eine Regierungsanordnung für notwendig, wonach die Kabinettsmitglieder zu regelmäßiger körperlicher Ertüchtigung und gesunder Ernährung angehalten werden sollen. So schildert sie: "Viele Minister treiben Sport, aber manche - so wie ich - haben nach einem Tag mit 20 Konferenzen einfach nur noch die Energie, auf dem Sofa herumzusitzen". Es sei wichtig, dass die Regierungsmitglieder einen gesünderen Lebensstil pflegten, um den Finnen ein gutes Vorbild zu bieten, so die Ministerin. Laut einer Untersuchung des Gesundheitsamtes im vergangenen Jahr waren 57 Prozent aller Männer und 47 Prozent der Frauen in Finnland übergewichtig.
Polizisten vor Gericht..!
Ein italienisches Gericht hat 15 Polizisten zu Haftstrafen zwischen fünf Monaten und fünf Jahren verurteilt. Die Beamten waren vor sieben Jahren an den brutalen Übergriffen auf Demonstranten während des G8 Gipfels in Genua beteiligt, bei dem es einen Toten und mehrere hundert Schwerverletzte zu verzeichnen gab. Die Richter warfen den Beschuldigten dabei Amtsmissbrauch, Gewalt und Misshandlungen von Globalisierungsgegnern in dem Gefängnis Bolzaneto vor. Die Höchststrafe von fünf Jahren Haft erhielt der für die Sicherheit in diesem Gefängnis verantwortliche Beamte Antonio Biagio Gugliotta. Nicht geahndet wurde erneut der Tod des 23-jährigen Demonstranten Carlo Giuliani durch die Kopfschüsse eines Polizeibeamten. Der Beamte hatte sich darauf berufen in Notwehr gehandelt zu haben und wurde, wie übrigens 3o weitere Angeklagte auch, frei gesprochen.
Bundeswehr wegtreten...
Ein Bündnis antimilitaristischer Gruppen hat für den 2o. Juli zu einer Demonstration gegen das Gelöbnis der Bundeswehr vor dem Reichstag aufgerufen. Wie die Antifaschistische Linke Berlin ALB mitteilte, soll sich dazu kommenden Sonntag gegen 17 Uhr vor dem Brandenburger Tor treffen. Nach Angaben des so genannten Gelöbnix-Bündnisses seien zahlreiche Aktionen geplant, um den Ablauf der Zeremonie gehörig durcheinander zubringen. Der ALB zufolge feiere sich diese weltweit agierende Interventionsarmee mit dem Gelöbnis vor dem Reichstag selbst, wobei die Zeremonie an die finstersten Zeiten deutscher Geschichte erinnere. Die Inszenierung vor dem Reichstag passe hervorragend zur Verklärung der eigenen Rolle als Friedensarmee, welche angeblich im Interesse der Bevölkerung handele, so die ALB. Dabei sichere die Bundeswehr lediglich den weltweiten Zugriff auf Ressourcen und kontrolliere Migrationsbewegungen.
Für die Versammlungsfreiheit...
In Bayern setzt sich ein breites Bündnis aus Gewerkschaftsvertretern seit vergangenem Freitag für den Erhalt der Versammlungsfreiheit ein. Ihre Mahnwache am so genannten Max-Monument in München ist in unmittelbarer Nähe zum bayrischen Landtag aufgebaut, wo morgen über einen CSU- Gesetzesentwurf zur Abschaffung der Versammlungsfreiheit entschieden werden soll. Bayern will das Versammlungsgesetz angeblich aufgrund zahlreicher Neonazi-Aufmärsche verschärfen, da so ein wirkungsvolleres Vorgehen gegen extremistische und militant auftretende Versammlungen ermöglicht werden soll, so die Staatskanzlei. Kritiker hingegen befürchten, dass das Gesetz zu einer allgemeinen Einschränkung der Meinungs- und Versammlungsfreiheit führen werde. Die Gewerkschaften sehen sich durch die Änderung zudem in ihrem Streikrecht beschnitten.
Eine politische Entscheidung...
In Japan wurde vergangenen Freitag Anklage gegen zwei Greenpeace-Mitarbeiter erhoben. Die beiden Walschützer hatten im Mai den bislang größten Skandal der japanischen Walfang-Geschichte aufgedeckt. Japanische Walfänger hatten illegal Walfleisch von Bord geschmuggelt und es eigenhändig weiter verkauft. 93 Kisten wurden so von Bord geschafft, mit einem Wert von rund 3ooo US-Dollar pro Kiste. Während die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gegen die Walfänger eingestellt hat, müssen möglicherweise aber die beiden Aktivisten bis zu drei Jahre unschuldig ins Gefängnis gehen. Der Arrest und die Anklage der beiden sei dabei politisch motiviert und ein Skandal, wie Gerd Leipold, der Geschäftsführer von Greenpeace International sagt. Die japanische Regierung versuche auf diese Art den legitimen und friedlichen Protest gegen den Walfang zum Schweigen zu bringen, so Leipold weiter. Mehr dazu unter greenpeace.de
Gefangenenaustausch..?
Die israelische Regierung hat den Häftlingsaustausch mit der libanesischen Hisbollah- Miliz unter deutscher Vermittlung gebilligt. Im Auftrag der Vereinten Nationen war der Austausch von einem deutschen Vermittler ausgehandelt worden. Israel soll fünf libanesische Häftlinge sowie die Leichen von knapp 2oo Hisbollah-Kämpfern übergeben und bekommt dafür im Gegenzug zwei israelische Soldaten zurück, die aller Wahrscheinlichkeit nach aber nicht mehr am Leben sind. Die Entführung der beiden hatte vor knapp zwei Jahren den israelischen Libanonkrieg ausgelöst.

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