Sie waren sich schon lange nicht mehr grün: die Führung von ver.di in Thüringen und der Gewerkschaftssekretär Angelo Lucifero. Doch nun will ver.di den couragierten Antifaschisten und streitbaren Gewerkschafter ganz loswerden: Das Kündigungsverfahren gegen Lucifero ist eingeleitet, Ende dieser Woche soll alles über die Bühne sein. Hausverbot hat er schon, die Schlösser zu seinem Büro sind ausgetauscht.
Konkret wirft der Landesbezirksleiter von "ver.di Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen", Thomas Voss, seinem bisherigen Sekretär vor, dass Lucifero Mitgliederdaten für gewerkschaftsfremde Zwecke benutzt habe. "Und es gab Vorfälle, dass Lucifero auf ver.di-Kosten Dinge verschickt hat, die mit ver.di nichts zu tun hatten." Auch in dem darauf folgenden Personalgespräch seien weitere Dinge vorgefallen, die ver.di zu diesen Schritten veranlasst hätten. Lucifero soll mit ver.di-Mitteln seine eigene politische Arbeit finanziert und gefördert haben. Und dabei Portozähler und Adressen, die er aus seiner Gewerkschaftsarbeit hatte, genutzt haben. Ohne Billigung der Dienstleistungsgewerkschaft.
All dies war durchaus Teil von Luciferos gewerkschaftlicher Arbeit, meint dagegen das Bündnis
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Ob Lucifero tatsächlich von seinem Posten als Gewerkschaftssekretär fliegt wird Ende dieser Woche klar sein, hat verdi-Bezirksleiter Voss angekündigt, der für die Kündigung zuständig ist.
Der Prozess wegen der Schüsse Luciferos beginnt am kommenden Mittwoch
vor dem Erfurter Amtsgericht um 8 Uhr. Fortgesetzt wird er dann eine Woche später. Und wer sich weiter informieren will: auf der homepage der Gewerkschaftslinken, auf labournet, sind jede Menge Informationen zur Kündigung zusammengestellt:
www.labournet.de

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