Das bundesweite Filmfestival Übermorgen - Utopien, Träume, Weltentwürfe Eine Initiative der „diegesellschafter.de“ "ueber morgen" ist von November 2007 bis Sommer 2008 in hundert deutschen Städten zu Gast. 13 Filme präsentieren ein vielschichtiges Panorama von vergangenen und gegenwärtigen Utopien und Weltentwürfen. Sie zeigen Bedingungen, unter denen sich Veränderungen vollziehen, und lassen Menschen zu Wort kommen, die über ihre Motive, ihre Ziele, ihre Erfolge und auch ihr Scheitern erzählen. Und sie geben uns eine Idee davon, wie die Welt von Morgen aussehen könnte – wenn wir das wollen. Nach jeder Filmvorführung gibt es Gesprächsangebote mit Experten zu den Themen der jeweiligen Dokumentation – hierfür werden noch engagierte Initiativen, Gruppen oder Organisationen gesucht, die zusammen mit den filmbegleitenden Organisationen in ihrer Stadt oder Kommune Diskussionen mit Gästen veranstalten. "Ueber morgen" ist von Mittwoch, 2. April bis Donnerstag, 3. juli im E-werk Erlangen zu Gast.
Station 17 spielen im Rahmen des Festivalauftakts von „ueber morgen“, dem Filmfest der Gesellschafter/Aktion Mensch. Mittwoch, 02. April 2008 - 20:30 Uhr Station 17 wurde bereits vor 18 Jahren von Initiator Kai Boysen zusammen mit »behinderten« und »nicht behinderten« Musikern in Hamburg gegründet. In den 90er Jahren kam es zur Zusammenarbeit mit Produzenten wie Holger Czukay (Can), F M Einheit (Einstürzende Neubauten), Thomas Fehlmann (Kompakt, ehem. Palais Schaumburg, The Orb) oder DJ Koze und Cosmic DJ (Fischmob, International Pony). Und dass nicht nur zur Freude des interessierten Feuilletons, wie sich schnell herausstellte. Denn soviel ist klar: statt um Gutmenschen-Gestus geht es bei Station 17 nach wie vor um Musik, um die stetige Neuformulierung einer sehr eigenen Soundästhetik.Mit Mikroprofessor legten die Hamburger nach zahllosen Tourneen und Nebenprojekten ihr fünftes Studioalbum vor, dessen musikalische Schwerkraft einmal mehr neue Soundumlaufbahnen in ihren Mittelpunkt zieht und auf dem eigens gegründeten Label 17rec. im Vertrieb von Neuton erschien. Was auf ihrem 2001er Remixalbum »Hitparade« noch hinter den Reservoir-Dogs-Sonnenbrillen verschmitzt hervorlugte, schillert auf Mikroprofessor in entwaffnender Selbstverständlichkeit: Station 17 erklimmen den Dancefloor und entern den Club. Als Produzenten von »Mikroprofessor« zeichnen verantwortlich: Nils Kacirek (ex Plexiq, Sonnenseite Studios und Station 17 Bassist der letzten Jahre), Harre Kühnast (»Click«-Betreiber, DJ und langjähriger Station 17 Drummer), Christian Mevs (»Slime«-Gründungsmitglied) sowie Christian Fleck (»Das wissenschaftliche Orchester«). Obwohl bei Station 17 eine gewisse Bandmember-Fluktuation genauso gute Tradition wie Ergebnis eines offenen Musikkonzeptes ist, funkelt auf Mikroprofessor eine sehr klare Handschrift durch. Sicherlich, die kollektive Studioimprovisation und der intendierte Zufall prägen in Can’scher Manier zwar nach wie vor die Grundsituation vieler Station 17-Tracks. Mal entwischen die eingespielten Vocals den House- und Broken-Beats, mal gehen sie taktische Bündnisse mit Raveflächen, Synthiebässen und Keyboard-Loops ein, oder verweben zuckende Electronica-Clicks zu kleinen Geschichten. Vielschichtig hörbar und gleichzeitig: In your Face. Eben Tanzmusik. Oder elektronische ›Musik zur Zeit‹ – ganz wie man will. |